Schadstoffe

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Wiederholter Feinstaubalarm im Erholungsort Elten in Nordrein Westfalen sorgt für Aufruhr. Verursacht wird die dicke Luft von den vielen LKWs, die als Mautflüchtlinge durch den Ort brausen. Dabei ist bemerkenswert, dass in dem beschaulichen Ort weit öfter höhere Feinstaubwerte gemessen wurden als in einer viel befahrenen vierspurigen Straßen in Essen!

http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/03/10/feinstaub-irrsinn-in-elten-nrw/das-soll-unsere-schlimmste-schmutz-piste-sein.html

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Stickoxide (NO/NO2/NOx)

schadstoffDas Stickstoffmonoxidmolekül ist sehr reaktiv und instabil. In der Luft reagiert es mit Sauerstoff zum giftigen Stickstoffdioxid. Die Konzentration von Stickstoffmonoxid ist vor allem aufgrund menschlicher Aktivitäten wie Verbrennungsprozesse z.B. in Automotoren und Kraftwerken drastisch gestiegen.

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

Stickstoffmonoxid hat eine Vielzahl an Effekten, vorwiegend in der Lunge, aber auch in anderen Organen, wie Milz und Leber. Im Blut führt es zur Bildung von Metahämoglobin, welches keinen Sauerstoff transportieren kann. Stickstoffmonoxid kann in der Luft zu sauren Regen bewirkender Salpetersäure reagieren. Darüber hinaus tragen beide zur Zerstörung der Ozonschicht bei.

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schadstoffSchwefelwasserstoff ist ein hoch toxisches, korrosives Gas mit einem Ekel erregenden Geruch. H2S ist ein bei biologischen Verfalls- und Verrotungsprozessen entstehendes Produkt. Es kommt außerdem in Raffinerien, Hochöfen, in der Papierindustrie, in Gaswerken, Kokereien, Kläranlagen und Biogasanlagen vor.

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

H2S zerstört das körpereigene Hämoglobin und lähmt den Sauerstofftransport im Blut. Bei Kontakt mit der Schleimhaut wandelt es sich in alkalische Sulfide um und führt zu Reizungen von Augen, Nase, Kehle und Lunge. H2S ist neurotoxisch und zeichnet sich durch einen ekelhaften unerträglichen Geruch aus. Wegen seines hohen Säuregehaltes ist Schwefelwasserstoff ein sehr korrosives Gas, es kann daher zum Beispiel Schalttafeln und andere elektronische Bauteile in Anlagen schädigen.

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Schwefeldioxid (SO2)

schadstoffSchwefeldioxid (SO2) ist ein säurebildendes, farbloses, übelriechendes und giftiges Gas. Die wichtigsten Quellen sind wärme- und energieherstellende Einrichtungen, welche minderwertiges, schwefelhaltiges Öl oder Kohle verwenden.

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

Beobachtete Effekte sind Verringerungen des Lungenvolumens, erhöhte Atemwiderstände und Symptome wie Keuchen, Brusteinschnürungen und Kurzatmigkeit. Es kann ebenso Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen. Schwefeldioxid ist einer der wichtigsten Vorläufersubstanzen von saurem Regen, welcher die Korrosion von Gebäuden und Denkmälern beschleunigt, sowie Böden, Seen und Flüsse versauert. Des Weiteren kann Schwefeldioxid als Bestandteil von Smog zu Sichtbehinderungen führen.

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Ozon (O3)

schadstoff

Ozon ist eine äußerst giftige korrosive Substanz und ein häufig vorkommender Schadstoff. Ozon wird in der Atmosphäre bei der Reaktion mit Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen und Sonnenlicht gebildet. Manche elektrischen Geräte, z.B. Fernseher, Kopierer und Elektromotoren (mit Bürsten) erzeugen so viel Ozon, dass der Mensch es riechen kann.

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

Akute Auswirkungen sind Atemwegssyndrome, Änderungen der Lungenfunktion, erhöhte Atemwegsempfindlichkeit und Atemwegsentzündungen. Ozon zerstört das Laub von Bäumen und anderen Pflanzen (Photooxidation) und verschlechtert damit das Erscheinungsbild von Städten, Nationalparks und Erholungsgebieten.

Sonne

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Kohlenmonoxid (CO)

schadstoffKohlenmonoxid ist ein überaus giftiges Gas, welches bei der unvollständigen Verbrennung von Kohlenstoff oder kohlenstoffhaltigen Produkten entsteht. Rauchen in Wohnungen, Büros, Autos und Restaurants kann ebenfalls die Kohlenmonoxid-Konzentration erhöhen

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

Eine zu hohe Konzentration kann dazu führen, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff erhält, die Person das Bewusstsein verliert, oder auch bleibende Gehirnschäden durch Sauerstoffmangel erleidet. Kohlenmonoxid kann auch zum Treibhauseffekt und zur globalen Erwärmung beitragen.

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Feinstaub

schadstoff

PM10 und PM2,5 sind keine Einzelkomponenten, sondern die Massekonzentration aller Partikel in der Umgebungsluft mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm oder 2,5 µm. Besonders in Gebieten mit einer stark verkehrsabhängigen Luftbelastung werden die Grenzwerte für diese Schadstoffe häufig überschritten. Dies führt zu einem wachsenden Interesse der Öffentlichkeit am Feinstaub.

Gesundheits- und Umweltauswirkungen

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben Kurzzeiteinflüsse von PM10 auf das Herz-Kreislauf-System aufgezeigt. Ebenso konnte eine direkte Relation zwischen der Anzahl an Herzinfarkten und der PM-Konzentration nachgewiesen werden. Langzeiteffekte nach hoher Feinstaubbelastung sind zum Beispiel ihr Potential, toxische Komponenten in das Atmungssystem zu transportieren und dort zu halten, und eine Schwächung des Immunsystems, da Partikel in Lunge und Bronchien verbleiben.

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